Der Führerschein

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Der Traum vom Autofahren - und der Weg wie er wahr wird...

Wenn ich 18 bin, darf ich endlich Auto fahren! Das ist der Traum aller Teenager. Auto fahren bedeutet Freiheit. Man ist nicht mehr auf andere angewiesen. Man muss nicht mehr die Mutter nachts aus dem Bett werfen, wenn man aus der Disco abgeholt werden will. Und man kann nach Hause kommen wann man will und kann sich mit Freunden treffen, wie es einem gerade passt.

Doch zum Autofahren gehören neben dem Besitz eines solchen nicht nur die vollendeten 18 Jahre. Man braucht dazu noch einen Führerschein. Also sollte man sich etwa ein halbes Jahr vor der Volljährigkeit um eine Fahrschule bemühen. Genommen wird man überall, die Fahrschulen wollen ja Geld verdienen. Wenn man ein bisschen rumtelefoniert, welche Fahrschule wie viel für die Stunde verlangt, kann man den einen oder anderen  Euro sparen.  Doch wichtig ist vor allem, dass man sich dort wohl fühlt. Man verbringt schließlich erst mal 14 Doppelstunden im Theorieunterricht. Das verläuft viel lockerer als in der Schule. Der Fahrlehrer wirft mal eine witzige Story ein, damit man sich die theoretische Situation gut vorstellen kann. Oft gibt es Gruppenarbeit. Jede Gruppe muss ihre Gedanken zu einem Thema wie ,,Vorfahrt“ zu Papier bringen. Dabei gibt es keine Noten. Ab und zu werden auch Folien aufgelegt oder kleine Verkehrsfilmchen gezeigt. Man bekommt Übungsbogen, mit denen man die  Prüfungsfragen schon Monate vor der Prüfung regelmäßig durchgehen sollte. In der Fahrschule werden diese dann korrigiert. In manchen Fahrschulen gibt es sogar Computer, an denen man Prüfungen in Echtzeit simulieren kann.

Darüber, ob man sich in einer Fahrschule wohlfühlt, kann auch der Eindruck des Umfeldes dort machen. Oft gibt es kostenlos Kaffee, Kaltgetränke oder Süßigkeiten, die die Konzentration anregen sollen. In der Regel genügen die 14 Pflichtstunden Theorie. Wenn es der Fahrlehrer für richtig hält, macht er dann einen Termin für die Prüfung klar. Dort muss man dann wieder die Bogen ausfüllen, die man bereits aus der Übung kennt. Sollte man dabei  durchfallen,  kann man frühestens 14 Tage später den nächsten Versuch starten.

Zur Praxis – denn die ist ja viel spannender. Es gibt eine gewisse Anzahl an Pflichtstunden, die jeder absolvieren muss. Dazu gehören auch Autobahnfahrten und  Fahrten bei Dunkelheit, was im Moment nicht schwer ist. Im Sommer muss der Fahrlehrer dazu etwas länger wach bleiben. Überhaupt sind die Fahrlehrer zeitlich meistens recht flexibel, geben auch samstags Unterricht und holen einem von der Schule ab. Lenkrad gibt es nur eins. Das hat von der ersten Stunde an der Schüler in der Hand. Der Fahrlehrer hat auf seiner Seite aber eine eigene Bremse und kann damit notfalls eingreifen. In den wenigsten Schulen ist dabei überhaupt jeh ein Unfall passiert. Ein Fahrlehrer muss also sehr konzentriert sein. Es werden viele Übungen absolviert wie das Anfahren am Berg, rückwärts einparken und so weiter. Erst wenn der Fahrschullehrer zufrieden ist und auch die Pflichtstunden erfüllt sind, darf der zukünftige Autofahrer zur praktischen Prüfung. Vor der hat man oft die meiste Angst. Bei der 45-minütigen Fahrt zittern einem die Knie. Auch das Auto säuft noch ab. Man denkt, es sei alles schief gegangen. Doch dass solche Kleinigkeiten mit der Nervosität zu tun haben, weiß der Prüfer, der hinter dem Fahrlehrer im Auto sitzt. Erst bei größeren Verkehrsverletzungen kann es früher als gedacht ,,Stop!“ heißen. Wenn man etwa eine Ampel oder einen Zebrastreifen überfahren hat oder die 50 km/h in der Stadt überschreitet, dann kennt der Prüfer keine Gnade mehr. Fast ein Drittel aller Fahrschüler kriegen den begehrten Lappen nicht beim ersten Anlauf. Das ist aber keine Schande. Ein paar Wochen später darf man noch ein zweites oder drittes Mal dran. Das kostet eben immer wieder Geld. Insgesamt ist kein Führerschein billiger als 1200 Euro. Es kommt eben auf die Anzahl der Stunden an. Kombiniert man mit dem Autoführerschein gleich den Anhänger- oder Motorradführerschein, so kann man einige Euros sparen. Wenn man vorher schon einen Mopedführerschein hatte, fällt die Probezeit ganz weg. Ansonsten darf man sich zwei Jahre lang kaum etwas zu Schulden kommen lassen, sonst ist der Schein noch viel schneller weg, als bei Leuten die schon länger fahren. Mit einer überfahrenen Ampel ist man schon dabei. Außerdem erhöht sich dabei die  Probezeit auf 4 Jahre. Also: Übertreibt es nicht! Wenn ihr erst mal ein Steuer in der Hand habt, solltet ihr auch darauf achten, dass ihr es in der Hand behaltet. Wenn man die beiden Probejahre unfallfrei überstanden hat, ist man dann richtig erwachsen und happy.