dazugehören...

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Wieso gehöre ich nicht dazu?

In jeder Schulklasse gibt es Leute, die im Mittelpunkt stehen. Der große Frauenheld, die beliebte Klassensprecherin. Viele der Mitschüler versammeln sich um diese Klassen-"VIPs" - die "very important persons". Auf der anderen Seite wiederum stehen immer ein paar Leute, die keinen Anschluss an Cliquen findet, die in der Pause alleine da stehen und keinen haben, der ihn bei Klassenarbeiten abschreiben lässt. Dass es diese Außenseiter gibt, scheint ein Naturgesetz zu sein. Die anderen interessieren sich nicht sonderlich für den, der alleine da steht, und derjenige selbst leidet meist sehr darunter, dass der Unterricht oft ergiebiger ist als die Konversation mit den Klassenkameraden. Viele wollen sich dann mal ganz cool verhalten und stellen fest, dass sie sich dadurch nur lächerlich machen.

Was soll man also tun, um in der Klasse Freunde zu finden und sich dort wohler zu fühlen? Vielleicht sollte man nicht immer versuchen, den Klassenhelden nachzueifern, sondern sich seine Verbündeten unter den Leuten suchen, die einem ähnlich sind. Stille Kollegen sind oft zuverlässiger und weniger arrogant als die Klassenstars. Gibt es nicht noch andere Leute, die nicht im Mittelpunkt stehen? Man kann versuchen, sich mit anderen Leidensgefährten zu verbünden und eine eigene Clique aufzubauen. Vielleicht schließen sich da früher oder später noch weitere Mitschüler an und man gehört plötzlich gar nicht mehr zu einer Minderheit.

Auf sich aufmerksam machen kann man auch, wenn man Klassendienste übernimmt, Klassenbuch verwalten, die Klassenkasse verwalten - so wird man zu einer regelmäßigen Anlaufstelle für andere. Vielleicht findet man sogar den Mut und eine Idee zu einem Klassen-Event: einen Ausflug oder ein wochenendliches Treffen organisieren. Wer Eltern mit einem eigenen Grillplatz oder Schwimmbad hat, ist natürlich mit Vorteilen gesegnet. Viele private Treffen der Klasse finden schließlich nur deshalb nicht statt, weil sich keiner um die Organisation kümmern will. In irgendetwas ist man immer besser als die anderen. Deshalb kann man seine Hilfe auch anbieten, wenn es um Nachhilfe in manchen Fächern geht, oder privat um das Flicken eines Fahrradreifens, Geschenk für die Oma basteln oder sonst irgendeine Fähigkeit, mit der man andere bereichern will. Wenn man erst mal als Besuch bei einem Freund eingeladen ist, wird vieles einfacher. Auch mit CDs brennen oder bei Computerproblemen helfen, kann man Pluspunkte sammeln.

Es gibt aber auch Dinge, mit denen man es sich in der Klasse vermiesen kann: Mitschüler beim Lehrer anschwärzen, über andere schlecht reden oder angeben gehören zu den Dingen, die einen oft unbeliebt machen. Wenn es aber keinen Grund gibt, warum man unbeliebt sein sollte, dann sollte man sich auf den Weg machen und etwas daran ändern. Dazu gehören Freundlichkeit, Geduld und manchmal muss man auch über den eigenen Schatten springen.